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Rom und die nationalen Katholizismen in der Donaumonarchie: Romischer Universalismus, habsburgische Reichspolitik und nationale Identitaten 1878-1914

Rom und die nationalen Katholizismen in der Donaumonarchie: Romischer Universalismus, habsburgische Reichspolitik und nationale Identitaten 1878-1914

by Andreas Gottsmann

198 MAD220 MAD

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Book Details

ISBN
9783700165965
Publisher
Austrian Academy of Sciences Press
Published Year
2025
Pages
408
Language
German
Category
Religion

Description

Seit Jahrhunderten war in vielen Teilen der Habsburgermonarchie die konfessionelle Zugehorigkeit ein entscheidender Faktor fur die Entstehung ethnischen Bewusstseins. Zwar verlor die Konfession als Identifikationsfaktor um die Jahrhundertwende an Anziehungskraft gegenuber sprachlich-nationalen Bindungen, dennoch blieb sie bis zum Ende der Donaumonarchie eine wichtige Grundlage nationaler Bewegungen, wobei der Nationsbegriff zunehmend mit sakralen Werten verbunden wurde. Die Studie liegt im Trend des zunehmenden Interesses an Religion als gesellschaftlicher Ordnungskategorie in multiethnischen Regionen und Staaten, weil sich die Nation als ultimativ konstitutive Ordnungskraft als untauglich erwiesen hat. Dennoch fehlte bisher die Betrachtung des Phanomens des Nationalismus aus der Perspektive der obersten Autoritat der katholischen Kirche. Die vorliegende Untersuchung umfasst die beiden Pontifikate Leos XIII. (1878-1903) und Pius' X. (1903-1914) und somit den Zeitraum, in dem die Problematik politisch in allen Teilen der Donaumonarchie eskalierte, damit die katholische Kirche in den Sog nationalistischer Propaganda zog und kirchenpolitisches Handeln zwingend notig machte. Den zahlreichen Streitigkeiten auf lokaler Ebene - im slowenischen Bereich, in Dalmatien, in Bohmen und Mahren sowie in den griechisch-katholischen Gebieten Galiziens, Ungarns und Siebenburgens - stehen die grossen konfessionspolitischen Diskussionen gegenuber und das Bemuhen der romischen Kurie um allgemein gultige Aussagen und Leitlinien. Doch erst in der zweiten Halfte des 20. Jahrhunderts wurden in der umstrittenen Frage der liturgischen Verwendung der Volkssprachen neue Wege beschritten, wodurch endlich ein Jahrhundert lang schwelender Konflikte entscharft werden konnte

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